Archiv fü November, 2014

In 3 Schritten zum eigenen Skandinavien-Depot

Posted 27. November 2014 By ljwimmer

So schwer ist es gar nicht, sich ein Depot außerhalb des Euro-Raumes, z.B. also in Skandinavien, einzurichten. Mehr als drei Schritte sind dazu nicht nötig. Ein paar zusätzliche Informationen finden Sie auch hier auf unserer „Wie investieren“-Seite.

1. Schritt: Der richtige Broker
Skandinavische Aktien handelt man am besten an ihren Heimatbörsen. Das bietet nicht jeder Broker an, schon gar nicht zu einigermaßen vertretbaren Transaktionskosten. Auch Depots in der jeweiligen Landeswährung sind keine Selbstverständlichkeit bei den Brokern. Klären Sie das in jedem Fall vorher ab, wenn Sie bereits ein Depot bei einem Broker Ihrer Wahl haben.
Haben Sie noch keinen Broker, dann sollten Sie sich auf jeden Fall Ihren Broker nach den oben genannten Voraussetzungen aussuchen. Einen Broker-Vergleich gibt es im Internet bei verschiedenen Anbietern. Prüfen Sie vor allem auch die anfallenden Kosten. Alternativ kann ich Ihnen natürlich auch einen geeigneten Broker nennen, wenn ich weiß, welche Bedingungen er für Sie erfüllen muß.

2. Schritt: Einzahlung
Sobald Sie das Konto eröffnet und sich legitimiert haben, zahlen Sie den gewünschten EUR-Betrag auf Ihr EUR-Depot ein. Weniger als EUR 10.000 sollten es nicht sein, eher schon EUR 25.000 oder mehr. Denn je größer das Depot ist, desto besser ist das depotbezogene Chance-Risiko-Verhältnis beim Money Management, vor allem unter Berücksichtigung der anfallenden Transaktionskosten.

3. Schritt: Währungstausch
Richten Sie die entsprechende Zahl an Unterkonten/-depots in der gewünschten Währung (DKK, NOK, SEK) ein und transferieren den gewünschten Fremdwährungsbetrag von Ihrem EUR-Konto auf das jeweilige Unterkonto. Machen Sie sich mit dem Tradingwerkzeug vertraut und achten Sie vor allem bei mehreren Unterdepots darauf, immer das richtige Verrechnungskonto und den richtigen Börsenplatz einzustellen.
Jetzt können Sie die ersten Wertpapiere kaufen. Informationen dazu erhalten Sie u.a. in diesem Blog. Falls Sie dänisch, schwedisch oder norwegisch sprechen, empfiehlt sich auch der Besuch einschlägiger Seiten im der Landessprache, wie sie von skandinavischen Banken und Informationsdiensten angeboten werden. Teilweise liegen diese Seiten auch in Englisch vor, in deutscher Sprache habe ich allerdings noch keine gefunden. Leider.

Aktie SKA-SE H&M Hennes & Mauritz

Posted 25. November 2014 By ljwimmer

Gegenüber Oktober 2013 stiegen die Verkäufe der H&M-Gruppe im letzten Monat um 14 Prozent, gerechnet in lokalen Währungen.

Und das Wachstum soll weitergehen. In 2015 plant H&M die ersten Ladengeschäfte in Indien, Peru, Südafrika und Taiwan zu eröffnen. Als neue Online-Märkte sollen im Laufe des nächsten Jahres auch Belgien, Bulgarien, Tschechien, Ungarn, Polen, Portugal, Rumänien und die Slowakei erschlossen werden.

Mit diesen Wachstumsaussichten und einer aktuellen Dividenden-Rendite 2014e von 3,2% (2015e 3,5%) lohnt ein näheres Hinsehen.

Nach einem kurzen „Durchhänger“ befindet sich die Aktie seit Mitte Oktober wieder im Aufwärtstrend und nähert sich dem 12-Monatshoch von Ende September. Die guten Nachrichten dürften den Titel beflügeln.

Meine Meinung: langfristig kaufen
ISIN: SE0000106270 | Symbol: HMB | Heimatbörse: Stockholm

Rohstoff Gold

Posted 24. November 2014 By ljwimmer

Das Interesse an Gold als Wertspeicher scheint weltweit zuzunehmen, je mehr die Politik des lockeren und billigen Geldes durch die Zentralbanken (FED, EZB, BoJ, BoE und seit letzter Woche auch die chinesische Zentralbank) fortgeführt wird.

Anläßlich des Schweizer Gold-Referendums (Sonntag, 30. November) teilte die Niederländische Zentralbank (De Nederlandsche Bank) letzte Woche mit, daß man in den vergangenen Wochen und Monaten heimlich 122 Tonnen ihrer Goldreserven von New York zurück nach Amsterdam geholt habe. Das sind 20 Prozent der gesamten niederländischen Goldreserven. Inzwischen liegt ungefähr ein Drittel der Gesamtreserven in Amsterdam, von einem weiteren Drittel nimmt man an, daß es noch in New York liegt. Der Rest liegt in Ottawa und London, um das Gold ausgewogen zu lagern.

„De Nederlandsche Bank (DNB) has adjusted its gold stock location policy and has shipped gold from the United States to the Netherlands to spread its gold stock in a more balanced way.“ (DNB, 21. November 2014)

Damit reiht sich die DNB in die immer länger werdende Liste der Staaten ein, die einen immer größeren Anteil ihrer Goldreserven im eigenen Land lagern wollen. Ein Schwerpunkt oder alleiniger Lagerort New York soll vermieden werden. Wohl nicht zuletzt auch deshalb, weil Kontrollen oder gar einen jährliche Inventur dort offensichtlich nicht möglich sind – und das in den letzten 50 Jahren. Wenn in Deutschland einer der von der Politik vielgepriesenen Klein- und Mittelbetriebe keine Jahresinventur macht, gibt es sofort Ärger mit den Finanzbehörden.

Fremdes Gold zu verleihen oder teuer zu verkaufen und billig wieder zurück zu kaufen, ist ein sehr profitables Geschäft. Es fallen keine Einstandskosten an und der einlagernde Staat zahlt sogar für die Lagerung seines Goldes. Wall Street ist sehr erfinderisch, wenn es ums Geldverdienen geht. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

Es war bezeichnenderweise Hugo Chavez, der Präsident von Venezuela, der erstmals öffentlich dem nördlichen Nachbarn USA das Vertrauen entzog. Vielleicht hat er ja wirklich den einen oder anderen Verantwortlichen zum Nachdenken gebracht. Schön wär’s.

Wie der Sechs-Monats-Chart sehr schön zeigt, erreichte der Goldpreis zum Monatswechsel einen letzten Tiefpunkt und zieht unter steigenden Volumina wieder leicht an. Sicher auch im Hinblick auf die bevorstehende Volksabstimmung in der Schweiz, sicher aber auch durch das zunehmende Sicherheitsdenken weltweit. Ich würde mich nicht wundern, wenn in den nächsten Tagen ein zuverlässiges Kaufsignal ausgelöst wird.

Aktie SKA-NO Yara International

Posted 20. November 2014 By ljwimmer

Gestern hat Yara International 60.000 eigene Aktien zu einem durchschnittlichen Preis von NOK 322,7204 erworben. Diese Transaktion ist Teil eines Aktien-Rückkauf-Programms, das einen Umfang von bis zu fünf Prozent eigene Aktien bis zur Hauptversammlung 2015 vorsieht.

Grund genug, sich diese Aktie einmal anzusehen.
Die Firma ist weltweit führend im Bereich Landwirtschaft und Umweltschutz tätig. Hauptgeschäftsfeld sind Produktion und Vertrieb von Mineraldünger. Eine wichtige Grundlage für die Versorgung der Menschen mit Nahrungsmitteln.

 

Die Aktie befindet sich in einem kurz- und langfristigen Aufwärtstrend. Die aktuelle Dividendenrendite von 3,4 % (2014e) ist ein tragfähiges Fundament für die weiterhin positive Entwicklung der Aktie, unterstützt vom laufenden Aktien-Rückkauf. 

Meine Meinung: langfristig kaufen
ISIN: NO0010208051 | Symbol: YAR | Heimatbörse: Oslo

Rohstoff Gold

Posted 19. November 2014 By ljwimmer

Gold bleibt auch heute knapp unterhalb von USD 1200 pro Unze. Der Markt verdaut die Goldkäufe der Zentralbanken. Allein die russische Zentralbank kaufte dieses Jahr über 150 Tonnen, wie deren Präsidentin Elvira Nabiullina gestern verkündete.

Der Markt ist uneinheitlich. Wenn die FED demnächst die Zinsen erhöht, würde das auf den Preis des Goldes, das ja keine Zinsen abwirft, drücken. Andererseits steht am 30. November das Schweizer Goldreferendum an, das bei einem positiven Ausgang den Preis des Goldes langfristig nach oben katapultieren würde.

Gold in physischer Form (Münzen, Barren) kann man immer wieder kaufen, für größere Investments in physischem oder Papier-Gold ist es meines Erachtens noch etwas zu früh. Der Trend ist noch nicht eindeutig. Die Anzeichen für steigende Preise mehren sich aber, so zeigten heute auch einige der von mir beobachteten Goldminen das erste Long-Signal.

Aktie SKA-SE Swedbank A

Posted 19. November 2014 By ljwimmer

Die Swedbank ist in ihrem heutigen Wochenkommentar der Meinung, dass die europäische Wirtschaft schwach bleibt. Aber eine Erhöhung des Wachstums könnte die Hoffnung auf Zentralbankmaßnahmen dämpfen. Aus Sicht einer Bank eine verständliche Angst, denn das würde das Ende des billigen EZB-Geldes für europäische Banken bedeuten. Als schwedische Bank ist sie allerdings davon höchstens indirekt betroffen.

Dieser Wochenkommentar brachte mich allerdings dazu, mir diese Bank einmal genauer anzusehen. Und siehe da: die Swedbank ist eine wahre Dividenden-Perle. Auf Basis des aktuellen Kurses von SEK 190,50 zahlt sie für 2014 eine Dividende von rund sechs Prozent (geschätzt). Ausgeschüttet werden rund 75 Prozent des Nettogewinns.

Dabei ist die Swedbank, die 1997 gegründet wurde, keine kleine Bank. Mit rund acht Millionen Privatkunden und etwa 400.000 Firmenkunden in Schweden und dem Baltikum gehört sie zu den größten Banken in Nordeuropa und arbeitet eng mit regionalen Sparkassen zusammen.

Schauen wir auf den aktuellen 6-Monats-Chart:

Nach einem Break-out Mitte Oktober ging der Kurs in eine Seitwärtsphase oberhalb des langfristigen gleitenden Durchschnitts über. Sobald das Momentum ansteigt, ist die Aktie für mich ein Kauf, zumal RSI und OBV zeigen, dass nachhaltiges Interesse an diesem Titel besteht. Die relativ hohe Dividende dürfte den Kurs auch weiterhin stützen.
Meine Meinung: langfristig kaufen

ISIN: SE0000242455 | Symbol: SWEDA | Heimatbörse: Stockholm

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