Dänemark Archive

Chart der Woche: Coloplast

Posted 28. Januar 2016 By ljwimmer

Der Chart der Woche gehört heute zu: SKA-DK Coloplast A/S
Der international tätige Spezialist für Gesundheitspflege entwickelt und produziert medizinische Produkte und bietet Service für Menschen mit Krankheiten und körperlichen Beeinträchtigungen an. Spezialisiert hat sich der Konzern auf Urologie und Kontinenz-, Wund- und Stomaversorgung. In diesen Bereichen gibt es eine enge Zusammenarbeit mit betroffenen Patienten. Das Unternehmen beschäftigt rund 10.000 Mitarbeiter und ist in über 40 Ländern tätig.
Nach einem 2015er Umsatz von 13,9 Mrd. DKK werden für das laufende Jahr 15,1 Mrd. DKK erwartet.
Beim aktuellen Kurs beträgt die Dividende 2016e 2,6% und das KGV 2015e liegt derzeit bei 30,5
Schlusskurs gestern: DKK 566,50 (+2,8%) | Im Aufwärtstrend befindet sich der Kurs seit September 2015

Die demografische Entwicklung vor allem in den Industriestaaten kommt dem Unternehmen zugute. Es dürfte sich lohnen, diese Aktie zu beobachten und deren Weiterentwicklung im Auge zu behalten. Ein nachhaltiger Kurs über DKK 550 könnte zu Anschlußkäufen führen und den Trend verstärken.

Ich übernehme diese Aktie in meine Watchlist für das Muster-Depot. Aufgrund der Begrenzung des zur Verfügung stehenden Anlagekapitals wird der Wert aber nicht zwangsläufig ins Depot übernommen. Wer selbst in die Aktie investieren will:
ISIN DK0060448595 | Symbol COLO.B | Börse Copenhagen / alternativ handelbar an der Börse Tradegate, allerdings bei relativ geringen Umsätzen (Spread!).

Hinweis: Diese Kurz-Analyse stellt keine Aufforderung zum Handel mit dieser Aktie dar. Ich übernehme keine Verantwortung für jegliche Konsequenzen und Verluste, die aus der Verwendung dieser Informationen entstehen. Ich handle mit skandinavischen Aktien und besitze eventuell Positionen in den hier erwähnten Wertpapieren.

Wie die Deutsch-Dänische Handelskammer informiert, müssen große multinationale Konzerne künftig mehr Informationen über ihre Verrechnungspreise (Transfer Prices) an die dänischen Steuerbehörden weitergeben. Auch für kleinere Unternehmen werden weitergehende Anforderungen an die Verrechnungspreisdokumentation (TP-Dokumentation) gestellt. Die neuen Regeln traten zum 1. Januar 2016 in Kraft.
Der bereits am 18. Dezember 2015 verabschiedete Gesetzentwurf sieht vor, dass die dänischen Regelungen über Verrechnungspreise künftig des OECD-Richtlinien und Empfehlungen folgen. Das bedeutet, dass alle Unternehmen, die Transaktionen mit konzernverbundenen Parteien vornehmen, eine sog. gemeinsame Dokumentation (Master File)  und eine landesspezifische Dokumentation (Local File) ausarbeiten müssen. Dies gilt für grenzüberschreitende Transaktionen und rein dänische Transaktionen gleichermaßen.
Gesellschaften, die zu multinationalen Konzernen gehören, müssen bis zum Ablauf des Einkommensjahres den dänischen Steuerbehörden mitteilen, ob sie verpflichtet sind, eine sogenannte Land-für-Land-Berichterstattung vorzunehmen oder bekanntgeben, welche Gesellschaft verpflichtet ist, diese Berichterstattung vorzunehmen.
Große Konzerne, die einen konsolidierten Umsatz von 5,6 Milliarden Kronen oder mehr haben, müssen zwingend einen Land-für-Land-Bericht einreichen. Hierbei ist für jedes Land eine Reihe von Informationen einzureichen, u. a. über Umsätze, Ergebnis, Steuerzahlungen, Kapitalverhältnisse, Vermögen, Mitarbeiter etc. Außerdem muss der multinationale Konzern jede Einheit im Konzern identifizieren, die steuerliche Platzierung dieser Einheit angeben sowie die Aktivitäten, in die jede Einheit involviert ist.
Gesellschaften, die falsche oder irreführende Informationen geben oder nicht rechtzeitig ihren Informationspflichten nachkommen, unterliegen der generellen Sanktionsbestimmung des dänischen Steuerkontrollgesetzes. Hiernach können Geldstrafen verhängt werden, deren Grundbetrag 250.000 Kronen pro Gesellschaft und Kalenderjahr beträgt.
Mit diesen strengeren Regeln folgt Dänemark dem Beispiel der EU, bestehende Steuerschlupflöcher zu schliessen und weltweit tätige Konzerne daran zu hindern, Steuern auf dem Rücken der einheimischen Steuerzahler zu vermeiden.

Chart der Woche: GenMab

Posted 7. Januar 2016 By ljwimmer

Der Chart der Woche gehört heute zu: SKA-DK GenMab A/S
Das Biotechnologie-Unternehmen macht humane Antikörper-Produkte nutzbar und hat sich auf die Behandlung von Krebs und anderen schweren Krankheiten (Infektionen, Arthritis, etc.) spezialisiert. Der Umsatz kommt zu etwa einem Drittel aus Forschung und Entwicklung, einem Zehntel aus Lizenzgebühren und etwas mehr als der Hälfte aus direkten Zahlungen von Biotechnologie-Partnern und Pharma-Konzernen. Seit 2011 hat sich der Umsatz fast verdreifacht, die Netto-Rendite liegt aktuell bei 57 Prozent. Eine Dividende wird nicht ausgeschüttet, da der Gewinn derzeit wieder re-investiert wird.
Nach einem 2014er Umsatz von 0,85 Mrd. DKK werden für das abgelaufene Jahr 1,10 Mrd. DKK erwartet.
Schlusskurs gestern: DKK 913,00 | Im Aufwärtstrend befindet sich der Kurs seit Anfang letzten Jahres.

Es dürfte sich lohnen, diese Aktie zu beobachten, da weiterhin viel Geld hinein fliesst (OBV). Die momentane allgemeine Schwäche könnte zu guten Kaufkursen führen, wenn sich der Aufwärtstrend fortsetzt.

Ich übernehme diese Aktie in meine Watchlist für das Muster-Depot. Aufgrund der Begrenzung des zur Verfügung stehenden Anlagekapitals wird der Wert aber nicht zwangsläufig ins Depot übernommen.
Wer selbst in die Aktie investieren will:
ISIN DK0010272202 | Symbol GEN | Börse Copenhagen / alternativ handelbar an der Börse Tradegate, allerdings bei relativ geringen Umsätzen (Spread!).

Hinweis: Diese Kurz-Analyse stellt keine Aufforderung zum Handel mit dieser Aktie dar. Ich übernehme keine Verantwortung für jegliche Konsequenzen und Verluste, die aus der Verwendung dieser Informationen entstehen. Ich handle mit skandinavischen Aktien und besitze eventuell Positionen in den hier erwähnten Wertpapieren.

Rückblick 2015

Posted 4. Januar 2016 By ljwimmer

Wenn das kein Ansporn ist: Crash in Asien. Während Japan heute knapp drei Prozent verlor, ging es in China um knapp sieben Prozent in den Keller. Die Furcht vor einer Konjunktur-Abschwächung beschwört alte Ängste herauf. Das geht auch am DAX nicht spurlos vorüber. Aktuell (11:00 Uhr) ist er rund 3,5 Prozent im Minus.
Dabei sah das vergangene Jahr ganz gut aus: der DAX legte um 9,6 Prozent zu.
Von diesem Referenzwert ausgehend, betrachten wir einmal die skandinavischen Märkte.

Dänemark +35,1%
OMX Kopenhagen20 | 01.01.15 Eröffnung 750,63 | 31.12.15 Schluss 1.014,18 (Vortageskurs)
Die Börse in Kopenhagen erwies sich als äußerst lukrativ. Mit einem Plus von 35,1 Prozent war sie der Spitzenreiter. Die Voraussetzungen in Dänemark stimmen, die an der Börse notierten Unternehmen sind hervorragend positioniert und werden nachgefragt, weil sie auch eine relativ hohe Dividende zahlen. Gute Gründe, hier weiterhin investiert zu bleiben.

Norwegen -1,2%
OBX Oslo25 | 01.01.15 Eröffnung 366,34 | 31.12.15 Schluss 362,00 (Vortageskurs)
Die Börse in Oslo hat in 2015 enttäuscht und schloss kaum verändert mit einem Minus von 1,2 Prozent. Hauptursache für diese Schwäche ist der gefallene Ölpreis, da Norwegens Wirtschaft – und damit die dort ansässigen Unternehmen – stark vom Ölpreis abhängen. Möglicherweise ist das aber für dieses Jahr auch eine gute Ausgangsbasis für steigende Kurse, wenn der Ölpreis wieder anzieht.

Schweden -1,6%
OMX Stockholm30 | 01.01.15 Eröffnung 1.470,54 | 31.12.15 Schluss 1.446,82 (Vortageskurs)
Die Börse in Stockholm schloss ebenfalls fast unverändert. Hier waren es wohl die allgemeinen Konjunktursorgen, die die Kurse im Laufe des Jahres kaum bewegten. Denn gerade in Schweden sind viele weltweit tätigen Zulieferer und Konsumgüterhersteller ansässig. Weltweite Konjunkturschwächen bilden sich somit besonders stark ab.

Edelmetalle
Gold           -10,3% | Eröffnung 01.01.2015 USD 1.183,60 | Schluss 31.12.15 USD 1.060,68
Silber         -11,7% | Eröffnung 01.01.2015 USD      15,72 | Schluss 31.12.15 USD      13,86
Platin         -26,2% | Eröffnung 01.01.2015 USD 1.207,00 | Schluss 31.12.15 USD    892,25
Palladium -29,4% | Eröffnung 01.01.2015 USD    798,10 | Schluss 31.12.15 USD    563,40
Mit der Entwicklung der Edelmetalle kann man 2015 nicht zufrieden sein.
Während die Nachfrage nach physischem Gold und Silber stetig stieg, verkauften die großen Marktteilnehmer (vulgo: Investment-Banken) in großem Stil „Papiergold“ und drückten damit den Preis der beiden Edelmetalle nach unten. Auch die verstärkte Nachfrage internationaler Notenbanken konnte am Wertverlust nichts ändern, da das Interesse der großen „Spieler“ an fallenden Edelmetallpreisen übermächtig war. Wer näheres wissen will, sollte sich die Handelsdaten der Comex ansehen oder sich Informationen auf der Webseite des World Gold Council besorgen.
Platin und Palladium litten unter Minenstreiks und dem Abgasskandal bei Volkswagen und anderen Autoherstellern (Palladium für Diesel-Katalysatoren).

Cryptogeld
Bitcoin   +48,5%
Eröffnung 01.01.15 USD 266,56 | Tief 14.01.15 USD 148,17 | Hoch 04.11.15 USD 455,00 | Schluss 31.12.15 USD 395,77  
Litecoin +40,9%
Eröffnung 01.01.15 USD     2,25 | Tief 14.01.15 USD      1,00 | Hoch 10.07.15 USD      7,99 | Schluss 31.12.15 USD     3,17
Diese Anlageklasse hat im vergangenen Jahr sehr viel Freude bereitet. Vergessen ist der Mt.Gox-Skandal, die Vorteile des Cryptogeldes werden immer mehr Menschen bewusst. Inzwischen gibt es auch Fonds auf Cryptogeld und viele Banken haben die zugrundeliegende Blockchain-Technologie als Schlüsseltechnologie entdeckt und versuchen sie für Ihre Zwecke zu nutzen. Das bringt Cryptogeld immer wieder in den Fokus der Öffentlichkeit und trägt dazu bei, noch viel mehr Menschen dafür zu interessieren. Allerdings darf man auch nicht verschweigen, dass Cryptogeld sehr volatil ist, wie obige Charts beweisen. Da wir diese Anlage aber langfristig (sprich: steuerfrei) betrachten, interessiert uns nur der grundsätzliche Trend – und der ist aufwärts gerichtet. Kursabschläge nutzen wir zu Nachkäufen.

Für das soeben begonnene Jahr bin ich – zumindest für das zweite Halbjahr – positiv gestimmt. Die Wirtschaft wird sich wieder erholen, zumal die Regierungen weltweit bereit sind sie zu stimulieren. Die bestehenden politischen Konflikte sollten die Regierungen im Laufe des ersten Halbjahres im Griff haben. Als Restrisiko sehe ich „lediglich“ den Terrorismus, nicht vorhersehbare Naturkatastrophen und – leider – mögliche neu aufbrechende politische Konflikte.

Chart der Woche: Pandora

Posted 3. Dezember 2015 By ljwimmer

Der Chart der Woche gehört heute zu: SKA-DK Pandora A/S
Das Unternehmen entwirft, produziert und vertreibt Schmuck, Modeschmuck und Juwelen. Anhänger aller Art tragen zu etwas Zweidrittel zum Umsatz bei, der Rest kommt von Gold- und Silberschmuck, Ringen und Sonstigen Accessoires wie Schnallen, Halsketten und Uhren.
Nach einem 2014er Umsatz von 11,9 Mrd. DKK werden für das laufende Jahr 16,2 Mrd. DKK erwartet, also eine Steigerung um mehr als ein Drittel.
Beim aktuellen Kurs beträgt die Dividende 2015e 1,4% und das KGV 2015e liegt derzeit bei 26,5
Schlusskurs gestern: DKK 853,50 (+1,9%) | Im Aufwärtstrend befindet sich der Kurs seit Anfang des Jahres.

Eine abrupte Trendwende nach unten ist unwahrscheinlich, aber nicht ausgeschlossen. Dennoch dürfte es sich lohnen, diese Aktie auf der Watchlist zu haben. Von 13 Analystenempfehlungen lauten nur zwei auf „Halten“, den Verkauf empfiehlt keiner der beobachteten Analysten.

Ich übernehme diese Aktie in meine Watchlist für das Muster-Depot. Aufgrund der Begrenzung des zur Verfügung stehenden Anlagekapitals wird der Wert aber nicht zwangsläufig ins Depot übernommen.
Wer selbst in die Aktie investieren will:
ISIN DK0060252690 | Symbol PNDORA | Börse Copenhagen / alternativ handelbar an der Börse Frankfurt, allerdings bei relativ geringen Umsätzen (Spread!).

Hinweis: Diese Kurz-Analyse stellt keine Aufforderung zum Handel mit dieser Aktie dar. Ich übernehme keine Verantwortung für jegliche Konsequenzen und Verluste, die aus der Verwendung dieser Informationen entstehen. Ich handle mit skandinavischen Aktien und besitze eventuell Positionen in den hier erwähnten Wertpapieren.

Neu-Emissionen lieber meiden?

Posted 27. November 2015 By ljwimmer

Die ersten Neu-Emissionen (IPOs) für 2016 und 2017 sind schon raus. Verglichen mit den Vorjahren, gab es in letzter Zeit relativ wenige Neu-Emissionen auf dem internationalen Wertpapiermarkt. Sieht man sich dazu die durchschnittliche Kursentwicklung der „Neuen“ an, so kann sie nicht gerade überzeugen.
Beispiele: Eine Ferrari ist aktuell – bezogen auf die Erstnotiz – mit 18,5% in den Miesen. Eine Schaeffler mit 21,2% im Plus. Eine Siltronic mit 21,0% im Minus, ebenso eine windeln.de (!) mit 40,0% im Minus. Eine Tele Columbus mit 23,2% ebenfalls im Minus.
Ein ETF auf den DAX beispielsweise hätte da wesentlich mehr bei wesentlich weniger Sorgenfalten gebracht. Warum ist das wohl so? Dazu muss man ein bisschen tiefer graben.
Folgen wir der Spur des Geldes und wechseln auch schon mal die Perspektive, also von der Käufer- auf die Verkäuferseite.
Warum veräussert jemand ein Unternehmen, dessen Eigentümer er ist? Gut, das Unternehmen könnte dabei sein, den Bach runter zu gehen. Aber Notverkäufe über die Börse lassen sich nicht realisieren, weil die Zahlen geprüft und testiert werden. Und auch die mediale Aufmerksamkeit ist einfach zu gross.
Bleibt also die Annahme, dass der Verkäufer den Verkaufspreis als für sich selbst angemessen bis höchst attraktiv findet. Er hat alle Daten zur Verfügung, aus denen er diesen Schluss ziehen kann. Die Banken, die eine Neu-Emission begleiten, ünterstützen natürlich den Verkäufer, da sie von ihm beauftragt wurde und er ihre Rechnungen zahlt. Für Banken sind Neu-Emissionen ein attraktives Geschäft, ergo: wes Brot ich ess, des Lied ich sing. Übersetzt: Ich passe mich dem an, von dem ich wirtschaftlich abhängig bin. Es wird also getrommelt und gepfiffen, um einen möglichst hohen Emissionspreis herausschlagen zu können.
Handelssysteme und eine charttechnische Analyse greifen nicht. Warum? Die Formeln der Systeme und Kursindikatoren können bei Neu-Emissionen nicht auf historische Daten zurückgreifen und ihre Kurven zeichnen und Signale geben. Weder ein Benchmark noch ein Ranking sind möglich, weil man nicht sagen kann, wie sich die neue Aktie im Vergleich zur Branche oder gar zum Gesamtmarkt entwickelt hat. Da wird eine qualifizierte Einschätzung schnell zum Stochern im Nebel.
So gesehen, sind Neu-Emissionen mehr als riskant, ein Vabanque-Spiel. Man gibt sein Geld jemandem, den man nicht kennt. Also mein Ding ist das nicht. Da investiere ich lieber in solide Unternehmen aus Deutschland, Europa oder – natürlich – im skandinavischen Raum, die es bereits jahrelang gibt und die sich im Wettbewerb bewährt haben.
Denn: Vertrauen ist gut, aber – gerade wenn es um Geld geht – Kontrolle ist besser.

Chart der Woche: Carlsberg

Posted 12. November 2015 By ljwimmer

Der Chart der Woche gehört heute zu: SKA-DK Carlsberg A/S
Mit rund 100 Brauereien zählt das Unternehmen zu den größten Bierproduzenten der Welt. 2014 setzte der Konzern 134,5 Mio. Hektoliter ab, hauptsächlich mit den Marken Carlsberg und Tuborg. Neben der Produktion und dem Vertrieb von Bieren macht das Unternehmen auch mit Soda-, Energiegetränken und Mineralwasser weltweit Geschäfte. Produziert und verkauft wird zum Großteil in Dänemark, aber auch in Deutschland und Westeuropa, China und Asien, Russland und Osteuropa.
Nach einem 2014er Umsatz von 64,5 Mrd. DKK werden für das laufende Jahr 64,7 Mrd. DKK erwartet.
Beim aktuellen Kurs beträgt die Dividende 2015e 1,6% und das KGV 2015e liegt derzeit bei 19,6
Schlusskurs gestern: DKK 589,25 | Im Aufwärtstrend befindet sich der Kurs seit Dezember letzten Jahres, gestern wurde ein langfristiges Kaufsignal generiert

Die Übernahme von SAB Miller durch AB InBev wirbelte die ganze Branche auf. Dadurch wurde die Aufmerksamkeit der Investoren auch auf die nächstgrösseren Brauereien gelenkt. Es dürfte nicht die schlechteste Idee sein, diesen weltbekannten Bierbrauer im Blick zu haben.

Ich übernehme diese Aktie in meine Watchlist für das Muster-Depot. Aufgrund der Begrenzung des zur Verfügung stehenden Anlagekapitals wird der Wert aber nicht zwangsläufig ins Depot übernommen.
Wer selbst in die Aktie investieren will:
ISIN DK0010181759 | Symbol CARL.B | Börse Copenhagen / alternativ handelbar an der Börse Tradegate, allerdings bei relativ geringen Umsätzen (Spread!).

Hinweis: Diese Kurz-Analyse stellt keine Aufforderung zum Handel mit dieser Aktie dar. Ich übernehme keine Verantwortung für jegliche Konsequenzen und Verluste, die aus der Verwendung dieser Informationen entstehen. Ich handle mit skandinavischen Aktien und besitze eventuell Positionen in den hier erwähnten Wertpapieren.

Geht es denn immer wieder nur ums Geld?

Posted 4. November 2015 By ljwimmer

Die Tageszeitung „Die Welt“ berichtet heute von einer Untersuchung des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW Köln), nach der es hauptsächlich am schwachen Euro liegt, dass die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft steigt. Mit Arbeitskosten von bis zu 40 Euro pro Arbeitsstunde zählt Deutschland zu den sogenannten Hochlohn-Ländern. Nur fünf Länder sind „teurer“. Dabei liegt Norwegen auf Platz eins, auf den Plätzen vier und fünf folgen Dänemark und Schweden.
Es sind Untersuchungen wie diese, die ein gebetsmühlenartiges Lamentieren der deutschen Industrie über viel zu hohe Arbeitskosten auslösen. Und es sind Untersuchungen wie diese, die der deutschen Industrie die Flüchtlingskrise als willkommene Lösung eines Teils der Probleme erscheinen lässt. Gut ausgebildete Flüchtlinge sollen die offenen Stellen besetzen und da sie – zumindest anfangs – nicht so qualifiziert sind wie gut ausgebildete Europäer, senken sie natürlich die durchschnittlichen Arbeitskosten in den Betrieben.
Dabei sagt sogar Arbeitsministerin Nahles, dass höchstens ein Bruchteil der Flüchtlinge gut ausgebildet ist, die überwiegende Mehrheit verfügt weder über deutsche Sprachkenntnisse noch über eine entsprechende Ausbildung. Viele sind sogar im Vergleich zu Europäern das, was man am besten mit „ungebildet“ umschreiben könnte.
Das Märchen von den nicht mit Deutschen oder Europäern zu besetzenden offenen Stellen in Deutschland bleibt auch nach wiederholtem Erzählen nur ein Märchen.
Wir haben allein in Deutschland bis zu sechs Millionen Menschen, die arbeitslos sind oder nicht vom Lohn ihrer Arbeit leben können und deshalb auf Sozialhilfe angewiesen sind. Europaweit kommen weitere Millionen vor allem junge Menschen (die „verlorene Generation“) aus dem Süden hinzu.
Warum wird da nicht qualifiziert, um die derzeit 600.000 offenen Stellen zu besetzen? Weil das Ergebnis womöglich relativ teure Mitarbeiter sind? Weil es dann kein Druckmittel gegenüber der Politik mehr gibt?
Man muss das volkswirtschaftlich im Ganzen sehen, eine Fähigkeit, die vielen deutschen Politikern leider abgeht – trotz der schönen Sonntagsreden. Die Sozialausgaben des Staates steigen von Jahr zu Jahr und müssen von Beitragszahlern, Unternehmen und Steuerzahlern aufgebracht werden. Aber: der Krug geht solange zum Brunnen bis er bricht.
Geht man allein nach der Höhe der Arbeitskosten, dürfte in Skandinavien die Wirtschaft längst zum Erliegen gekommen sein. Doch genau das Gegenteil ist der Fall. Denn was dem Einen die Arbeitskosten sind, ist dem Anderen das verfügbare Einkommen. Je sicherer und langfristiger der Arbeitsplatz und je höher das Einkommen, desto besser geht es dem Bürger und damit der Volkswirtschaft. Gut ausgebildete und gut bezahlte Mitarbeiter sind kein reiner Kostenfaktor sondern die Basis für ein funktionierendes Unternehmen. Die Menschen sind zufriedener und blicken positiv in die Zukunft, weil sie sich keine existenziellen Sorgen machen müssen. Sie sind einsatzbereiter, weniger krank, geben mehr aus und treiben damit die Wirtschaft wiederum voran. Eine Spirale, die sich nach oben entwickelt. Eine Entwicklung, von der die skandinavischen Unternehmen sehr profitieren.
Ganz anders in Deutschland: die Schere zwischen reichen und armen Menschen öffnet sich immer weiter und aufgrund der schieren Masse relativ armer Menschen biegt sich die Spirale nach unten. Der letzte Armutsbericht von 2013 spricht Bände. Dazu kommt eine Politik, die sich kaum noch um den Bürger ganz allgemein kümmert. Klientel-Politik ist angesagter, womöglich weil lukrativer – für wen auch immer.
Natürlich kann sich Skandinavien nicht von der wirtschaftlichen Entwicklung im Rest der Welt abkoppeln. Sinkende Ölpreise führen beispielsweise in Norwegen auch zu steigender Arbeitslosigkeit und sinkendem Konsum der Norweger. Aber ohne die strukturell besseren Bedingungen im Land wäre die Entwicklung noch viel dramatischer. Und darauf kommt es doch an: je besser die Voraussetzungen, desto leichter lässt sich eine Krise überwinden.
Ein Umdenken in den Köpfen der deutschen und europäischen Politiker in der Wirtschafts- und Sozialpolitik ist also dringend notwendig.

Dänemark unter den Top-3-Ländern der Welt

Posted 28. Oktober 2015 By ljwimmer

 

Die neue Weltbank-Studie „Doing Business 2016“ ist erschienen.
Es ist bereits das fünfte Jahr in Folge, dass Dänemark als geschäftlich unkompliziertestes Land für Unternehmen in Europa gewählt wurde. Nur in Singapur und Neuseeland ist es noch einfacher, Geschäfte zu machen.
Kristian Jensen, der dänische Minister für auswärtige Angelegenheiten, sagt dazu: „Ein gutes und effizientes Geschäftsumfeld für ausländische und dänische Unternehmen zu schaffen, ist eine der wichtigsten Prioritäten der dänischen Regierung, und ich freue mich zu sehen, dass unsere kontinuierlichen Bemühungen Ergebnisse zeigen und Dänemark als bestes Land anerkannt wird, in dem man am besten Geschäfte machen kann.“
Dänemark als unkompliziertes Tor zu Europa sehen auch immer mehr internationale Konzerne.
So hat im vergangenen Jahr beispielsweise Bristol-Myers Squibb (BMS), eines der größten amerikanischen Pharma-Unternehmen, in vier große Geschäftsabschlüsse und Partnerschaften in Dänemark investiert: Bavarian Nordic, Novo Nordisk, Galecto Biotech und Dako. Das Gesamtvolumen dieser Investitionen liegt bei fast 10 Milliarden Dänischen Kronen. Bei BMS habe man erkannt, dass der dänische Life-Sciences-Cluster zu den innovativsten in Europa gehört.
Der Bericht der Weltbank untersucht quantitative Indikatoren in elf Bereichen geschäftlicher Regulierungvorschriften durch die Regierungen. Daraus ergibt sich die Erkenntnis, dass solide Geschäftsordnungen von grundsätzlicher Bedeutung für eine leistungsstarke Wirtschaft sind. Führende Volkswirtschaften sind also nicht Länder ohne Regulierungen, sondern Länder mit möglichst unbürokratischen Regeln, die ein reibungsloses Zusammenspiel aller Kräfte im Markt gewährleisten.
Der Bericht betont auch die Bedeutung von Online-Verfahren für eine effiziente Betriebswirtschaft, und Dänemark gehört zu den Spitzenreitern in diesem Bereich, weil fast alle untersuchten Transaktionen online durchgeführt werden können. Als gutes Beispiel dafür wird das Online-Kataster hervorgehoben. „Regulatorische Effizienz und Qualität verbinden sich dabei und verstärken sich dabei in der Tat in einem positiven Kreislauf. Das moderne Kataster-Amt des Landes bietet sowohl den wertvollen Nachweis von Besitzverhältnissen als auch die effiziente Registrierung von Eigentumsübertragungen“, heisst es sinngemäß im vorliegenden Bericht.
Zu den elf Einflussfaktoren, die in der Doing-Business-Studie untersucht wurden, zählen z.B. Dauer und Einfachheit der Gründung eines Unternehmens, Erteilung von Baugenehmigungen, Registrierung von Eigentum, Kreditvergabe, Investorenschutz, Steuergesetzgebung, Aussenhandel, Gültigkeit von Verträgen, Lösung von Insolvenzfällen. Und ganz wichtig für die überwiegende Mehrheit der Bürger eines Landes: auch die Merkmale der Arbeitsmarktregulierung sind Bestandteil der englischsprachigen Studie.

Chart der Woche: FLSmidth & Co.

Posted 22. Oktober 2015 By ljwimmer

Der Chart der Woche gehört heute zu: Aktie SKA-DK FLSmidth & Co. A/S
Mit seinen Dienstleistungen in den Bereichen Engineering, Bau von Produktionsanlagen und -ausrüstung ist das Unternehmen hauptsächlich auf die Bergbau- und Zement-Industrie ausgerichtet. Der Konzern ist international aufgestellt, Europa trägt lediglich mit rund zwölf Prozent zum Umsatz bei. Die Vor- und Nachteile dieser Strategie sollten bei einem Aktienerwerb mit berücksichtigt werden. Einerseits ist die weltweite Diversifizierung ein klarer Vorteil, andererseits wirkt sich ein wirtschaftlicher Einbruch in zwei oder drei Weltregionen besonders drastisch aus, wie im dritten Quartal dieses Jahres beispielsweise zu sehen ist.
Nach einem 2014er Umsatz von 21,1 Mrd. DKK werden für das laufende Jahr nur 20,5 Mrd. DKK erwartet.
Beim aktuellen Kurs beträgt die Dividende 2015e 3,4% und das KGV 2015e liegt derzeit bei 15,6
Schlusskurs gestern: DKK 253,80 | Im Seitwärtstrend befindet sich der Kurs nach einem mittelfristigen Kaufsignal seit Ende September 2015

Es dürfte sich lohnen, diese Aktie zu beobachten und die weitere Trendentwicklung im Auge zu behalten. Eine nachhaltige Trendwende dürfte mit dem Überschreiten des langjährigen Gleitenden Durchschnitts (GD250) erreicht sein.

Ich übernehme diese Aktie in meine Watchlist für das Muster-Depot. Aufgrund der Begrenzung des zur Verfügung stehenden Anlagekapitals wird der Wert aber nicht zwangsläufig ins Depot übernommen.
Wer selbst in die Aktie investieren will:
ISIN DK0010234467 | Symbol FLS | Börse Copenhagen / alternativ handelbar an der Börse Stuttgart, allerdings bei relativ geringen Umsätzen (Spread!).

Hinweis: Diese Kurz-Analyse stellt keine Aufforderung zum Handel mit dieser Aktie dar. Ich übernehme keine Verantwortung für jegliche Konsequenzen und Verluste, die aus der Verwendung dieser Informationen entstehen. Ich handle mit skandinavischen Aktien und besitze eventuell Positionen in den hier erwähnten Wertpapieren.

Chart der Woche: Gyldendal

Posted 1. Oktober 2015 By ljwimmer

Der Chart der Woche gehört heute zu: SKA-DK Gyldendal A/S
Gegründet 1770 produziert der Verlag und Medienkonzern Bücher für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, analog und digital.
Nach einem 2014er Umsatz von 845 Mio. DKK wird für das laufende Jahr ein Rückgang auf 802 Mio. DKK erwartet.
Beim aktuellen Kurs beträgt die Dividende 2015e 3,3%
Schlusskurs gestern: DKK 550,00 | Im Aufwärtstrend befindet sich der Kurs seit Oktober 2014

Es dürfte sich lohnen, diese Aktie zu beobachten und den Trend im Auge zu behalten. Nach dem Long-Kaufsignal im August hat sich der Kurs stetig nach oben entwickelt. Der Umbau des Konzern – weg vom gedruckten Wort und hin zu den digitalen Inhalten – kommt offensichtlich nur langsam und zögerlich voran. Aber nach der erfolgreichen Umstellung dürfte der Umsatz planmässig steigen.
Ich übernehme diese Aktie in meine Watchlist für das Muster-Depot. Aufgrund der Begrenzung des zur Verfügung stehenden Anlagekapitals wird der Wert aber nicht zwangsläufig ins Depot übernommen.

Wer selbst in die Aktie investieren will:
Börse Copenhagen | ISIN DK0010247600 | Symbol GYLD.B | nicht handelbar in Deutschland

Hinweis: Diese Kurz-Analyse stellt keine Aufforderung zum Handel mit dieser Aktie dar. Ich übernehme keine Verantwortung für jegliche Konsequenzen und Verluste, die aus der Verwendung dieser Informationen entstehen. Ich handle mit skandinavischen Aktien und besitze eventuell Positionen in den hier erwähnten Wertpapieren.

Chart der Woche: Vestas Wind Systems

Posted 10. September 2015 By ljwimmer

Der Chart der Woche gehört heute zu: SKA-DK Vestas Wind Systems A/S
Als weltweit grösster Hersteller von Anlagen zur Gewinnung von Windenergie liegt das Unternehmen voll im Trend und profitiert nicht nur in Europa von der Energiewende. Auch die USA erkennen jetzt den Klimawechsel an und stellen um auf Grüne Energie. Kaum eine Woche vergeht, in der nicht neue grosse Aufträge gemeldet werden. Im vergangenen Jahr hatte das Unternehmen knapp 54.000 Turbinen und Systeme mit einer Gesamtkapazität von 66.000 Megawatt installiert. Der Vertrieb von Ersatzteilen und die Erlöse aus Service und Wartung tragen zum Unternehmenserfolg wesentlich bei.
Nach einem 2014er Umsatz von 6,9 Mrd. DKK werden für das laufende Jahr 8,0 Mrd. DKK erwartet.
Beim aktuellen Kurs beträgt die Dividende 2015e 2,0% und das KGV 2015e liegt derzeit bei 19,6
Schlusskurs gestern: DKK 358,00 | Im Aufwärtstrend befindet sich der Kurs seit Mitte Oktober 2014

Der August-Einbruch sorgt für günstige Einkaufskurse, zu dem viele zugriffen. Der Trend beginnt sich wieder nach oben zu bewegen. Das Papier ist bereits im Muster-Depot (Kauf am 30.06.15 zum Kurs von DKK 322,00) enthalten, Akkumulierungen empfehlen sich jedoch aufgrund der weltweit idealen Bedingungen für Windenergie.

Wer neu in die Aktie investieren will:
Börse Copenhagen | ISIN DK0010268606 | Symbol VWS | alternativ handelbar an der Börse Xetra.

Hinweis: Diese Kurz-Analyse stellt keine Aufforderung zum Handel mit dieser Aktie dar. Ich übernehme keine Verantwortung für jegliche Konsequenzen und Verluste, die aus der Verwendung dieser Informationen entstehen. Ich handle mit skandinavischen Aktien und besitze eventuell Positionen in den hier erwähnten Wertpapieren.

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