Hexensabbat 18.03.16

 

Hexensabbat, Freitag 18. März 2016

Heute halten wir die Füße still, weil Hexensabbat ist. An so einem Tag ist die Gefahr Geld zu verlieren größer, als die Chance Geld zu gewinnen. Zumindest für uns normale Anleger. Für die „Zocker“ und „Herren des Universums“ an der Wall Street und anderen Börsenplätzen weltweit ist der Hexensabbat allerdings ein „gefundenes Fressen“, „a g’mahte Wies’n“ wie wir in Bayern sagen. Ich lehne mich an so einem Tag einfach mal zurück und gehe keine neuen Positionen ein.

Mit „Hexensabbat“ bezeichnet man die vier Tage im Jahr mit einem dreifachen Optionenverfall. An diesen Tagen verfallen weltweit viele Terminkontrakte gleichzeitig, nämlich erstens Optionen auf Aktien, zweitens Optionen auf Indizes und drittens Futures auf Indizes. Große Marktteilnehmer müssen mit neuen Kontrakten die alten Kontrakte ersetzen, da diese an den Verfallsterminen auslaufen. Das nennt man „Rollen“. An solchen Tage, teilweise auch kurz davor und kurz danach, bewegen sich die Kurse meist sehr deutlich und mit großen Ausschlägen nach oben wie nach unten. Eine gefährliche Zeit für automatische Stopp-Loss-Orders.

In diesem Jahr sind die nächsten dreifachen Verfallstage: Freitag 17. Juni, Freitag 16. September und Freitag 16. Dezember.

Als Anleger sollte man mit diesem Phänomen vertraut sein, um alle Vorteile daraus zu schöpfen, ohne die Nachteile in Kauf nehmen zu müssen. Da keiner der vielen an diesem Tag aktiven Trader die Absichten der anderen Marktteilnehmer kennt, ist eine Markteinschätzung nahezu unmöglich, weil es zu einem wilden Auf und Ab der Kurse kommen kann. Also lieber mal einen ruhigen Tag einlegen und „die Anderen“ machen lassen. Die gewonnene Zeit kann man für Informationsbeschaffung nutzen, ein gutes Buch lesen oder einfach mal die Füße hochlegen und die ersten Sonnenstrahlen genießen.

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