Wie investieren

 

… in Skandinavien?

 

 

 

Grundsätzlich gibt es drei Möglichkeiten, mit Aktien in Skandinavien zu investieren.

1. Die Inlands-Lösung
Konto und Depot werden in Euro bei einer deutschen Bank geführt.
Sie kaufen und verkaufen die gewünschten Aktien an einer deutschen Börse (z.B. Xetra, TradeGate, Frankfurt, Berlin oder München) in Euro. Damit haben Sie aber bei jeder Transaktion ein unmittelbares Währungsrisiko, denn der Kurs der ausländischen Aktien wird laufend in Euro umgerechnet. Die Kurse haben aber teilweise einen sehr hohen Spread (Differenz zwischen Bid- und Ask-Preis) und der Handel mit diesen Papieren ist in Deutschland natürlich nicht so liquide wie an den Heimatbörsen. Das Depot wird in Euro bewertet.
Vorteil: Die Abgeltungssteuer wird sofort berücksichtigt.
Nachteil: Sie können unterjährig nur den geringeren Netto-Gewinn wieder investieren, sind also gegenüber den professionellen Investoren im Nachteil.

2. Die Hybrid-Lösung
Konto und Depot werden in Euro bei einer europäischen Bank in der Euro-Zone geführt.
Sie kaufen und verkaufen die gewünschten Aktien indirekt an der jeweiligen Heimatbörse (also Copenhagen, Oslo oder Stockholm) in Euro. Dazu wird der jeweilige Kurs der Aktie tagesaktuell in die Landeswährung umgerechnet und die Transaktion getätigt. Damit haben Sie aber auch bei jeder Transaktion ein unmittelbares Währungsrisiko. Die Kurse haben aber einen minimalen Spread und der Handel mit diesen Papieren ist sehr liquide. Das Depot wird in dann allerdings wieder in Euro bewertet.
Vorteil: Sie können unterjährig mit den vollen Brutto-Gewinnen weiter investieren, wie es auch die professionellen Investoren tun.
Nachteil: Sie müssen Ihre Gewinne aus Verkäufen, gemindert um die Verluste, selbst mit Ihrer Einkommensteuer erklären und nachzahlen. Es empfiehlt sich, das beim Investitionsgrad zu Beginn des Folgejahres zu berücksichtigen. Und Sie haben das Währungsrisiko bei jeder Transaktion.

3. Die Auslands-Lösung
Konto und Depot werden in der jeweiligen Auslandswährung bei einer skandinavischen Bank geführt.
Sie kaufen und verkaufen die gewünschten Aktien direkt an der jeweiligen Heimatbörse (also Copenhagen, Oslo oder Stockholm) in der jeweiligen Landeswährung (also DKK, NOK oder SEK). Es gibt keine Umrechnung in Euro, ein direktes Währungsrisiko entfällt. Die Kurse haben einen minimalen bis keinen Spread und der Handel mit diesen Papieren ist sehr liquide. Das Depot wird in der jeweiligen Landeswährung bewertet. Ein Währungsrisiko haben Sie nur bei Depot-Ein- und -Auszahlungen.
Vorteil: Sie können unterjährig mit den vollen Brutto-Gewinnen weiter investieren, wie es auch die professionellen Investoren tun.
Nachteil: Sie müssen Ihre Gewinne aus Verkäufen, gemindert um die Verluste, selbst mit Ihrer Einkommensteuer erklären und nachzahlen. Es empfiehlt sich, das beim Investitionsgrad zu Beginn des Folgejahres zu berücksichtigen.

Die Auslands-Lösung ermöglicht auch, einen Teil seines Vermögens ausserhalb des Euro zu halten und damit zu arbeiten. Ein Währungsrisiko besteht lediglich bei Einrichtung beziehungsweise Auflösung von Konto und Depot.
Zu allen drei Möglichkeiten kann ich einen Broker nennen, mit dem man die gewählte Lösung optimal umsetzen kann. Diese Broker sind entweder selbst eine renommierte Bank oder arbeiten mit renommierten Finanzhäusern zusammen. Selbstverständlich habe ich auch darauf geachtet, dass die Einlagen auch gesichert sind.

Ich bitte aber um Verständnis, dass ich das nur gegen Entgelt tun kann, denn der Unterhalt dieses Blogs kostet Geld und konkretes geldwertes Expertenwissen ist für lau nicht zu haben. Manche Broker zahlen einem Neukunden auch eine Prämie, sodaß der Kostenbeitrag für diesen Blog dann nicht mehr ganz so weh tut. Und es hilft ein bisschen, diesen Blog am Leben zu erhalten. Ist ja alles nicht ganz billig.

 

 

… in Edelmetalle?

 

 

 

 

Auch da gibt es mindestens drei verschiedene Möglichkeiten, je nach Geschmack und Anforderung.

1. Die physische Lösung
Bargeld gegen Gold und Silber (Münzen oder Barren), wahlweise auch Palladium oder Platin. Wer auf Nummer Sicher gehen will, kauft nicht Online sondern direkt vor Ort bei einem Händler seines Vertrauens. Viele Online-Händler haben auch einen Lagerverkauf. Ein anonymer Verkauf ist bis EUR 15.000 möglich, größere Käufe muss der Händler nach dem Geldwäsche-Gesetz registrieren.
Das physische Edelmetall gut verstecken, damit ein eventueller Einbrecher es nicht gleich findet. Ein Bankschließfach ist für diesen Zweck eher „suboptimal“. Denn im „Ernstfall“ hat die Regierung darauf unmittelbaren Zugriff und Sie sind Ihr Edelmetall los. Für einen Notfall – kann ja durchaus eintreten – empfehle ich je nach Vorliebe ein paar Münzen oder auch kleinere Barren, die dann leicht eingetauscht werden können.
Ich selbst horte mein Edelmetall – meinen Rat beherzige ich natürlich selbst auch – weder zuhause noch im Büro, seit ich mit diesem Blog online bin. Es ist sicher extern verwahrt.

2. Die Hybrid-Lösung
Weltweit verteilt (u.a. Schweiz, England, Singapur) gibt es Hochsicherheits-Tresore, in die man sein erworbenes Edelmetall (i.d.R. Gold und Silber, mit Ausnahmen auch Palladium und Platin) einlagern kann. Der Kauf erfolgt für registrierte Kunden online über eine Börsenplattform. Es wird kein Papier-Edelmetall erworben, sondern physisches Edelmetall. Für die Einlagerung wird monatlich oder vierteljährlich eine Gebühr berechnet und vom Konto abgebucht. Die Firmen erfüllen hohe Sicherheits-Standards.
Hier kann ich Hilfestellung geben, da ich mich in Vorbereitung auf diesen Blog intensiv mit dem Markt und den verschiedenen Anbietern beschäftigt habe.

3. Die Papier-Lösung
Die Rede ist von EUWAX- oder XETRA-Gold, es gibt aber auch andere Anbieter.
Die Stuttgarter Börse beschreibt EUWAX-Gold so: „EUWAX Gold ist eine Inhaberschuldverschreibung der Boerse Stuttgart Securities GmbH, die zu 100 Prozent mit Gold unterlegt ist und einen Anspruch auf physische Lieferung eines Goldbarren verbrieft. Jede dieser Schuldverschreibungen verbrieft 1 Gramm Gold in der Form eines Kleinbarrens. Aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten kann der Investor eine physische Auslieferung ab 100 Inhaberschuldverschreibungen oder einem ganzen Vielfachen verlangen.“
Die Frankfurter Börse beschreibt XETRA-Gold so: „Xetra-Gold ist eine von der Deutsche Börse Commodities GmbH emittierte, auf Goldbestände lautende nennwertlose Anleihe. Bei der Anleihe handelt es sich um ein börsengehandeltes Wertpapier in Form einer Inhaberschuldverschreibung, das einen Anspruch auf die Lieferung von Gold verbrieft.“
Also eigentlich Papier, auch wenn die Schuldverschreibung mit Gold hinterlegt und als Sondervermögen geführt wird. Inzwischen hat der Bundesfinanzhof den lang andauernden Streit um die Besteuerung des Papiergoldes (Euwax- und Xetra-Gold) beendet. Mit ihren Urteilen (Aktenzeichen VIII R 4/15 und VIII R 35/14) stufen die Richter diese Inhaberschuldverschreibungen als börsengehandelten Rohstoff ein. Damit ist dieses Art von „Gold“ in steuerlicher Hinsicht genauso zu behandeln wie Barren und Münzen aus physischem Gold. Nach einer Haltefrist von mehr als zwölf Monaten unterliegen die beim Verkauf erzielten Gewinne nicht mehr der Abgeltungssteuer.
Ich empfehle, auf jeden Fall die Prospekte, Broschüren und Fact-Sheets bei den jeweiligen Börsen einzusehen, bevor man sich für einen Kauf entscheidet. Der Teufel steckt im Detail, also dem Kleingedruckten.

Fonds und ETF sollen hier nicht einbezogen werden, da es sich dabei um andere – teilweise undurchsichtige – Konstrukte handelt. Auch Hebelpapiere entfallen hier, denn sie sind für das langfristige Investieren gänzlich ungeeignet.

 

 

… in Cryptogeld?

 

 

 

 

Richtig, Sie haben es erraten: auch da gibt es natürlich – mindestens drei – verschiedene Möglichkeiten.

Der Markt für Cryptogeld hat sich in den vergangenen Monaten und Jahren rasant entwickelt und die unterschiedlichsten Börsen schossen wie Pilze aus der Erde. Wenn so etwas passiert, ist höchste Vorsicht geboten, da sich in solchen Fällen naturgemäß auch viele Scharlatane auf dem Markt tummeln. Denen geht es vor allem um ihren Vorteil und sie wollen natürlich nur Ihr Bestes: Ihr Geld.

Ich selbst beschäftige mich seit Anfang 2013 mit diesem Markt und habe in dieser Zeit auch Wege gefunden, zu investieren und mein Cryptogeld auch zu behalten. Es gibt inzwischen intelligente Lösungen, die eine hohe Sicherheit bieten, wenngleich es eine 100-prozentige Sicherheit naturgemäss nicht geben kann. Es gibt aber zunehmend technische Lösungen, die nahezu sicher sind, auch wenn eine echte Belastungsprobe bis heute noch aussteht.

Aber: aufgrund der heutigen Situation (Schulden- und Finanzkrise) finde ich es unabdingbar, sich auch mit diesem Markt eines alternativen Zahlungssystems ohne Banken zu beschäftigen und – vorsichtig und in kleinen Mengen – investiert zu sein. Hierbei kann ich bei Bedarf auch Hilfe zur Selbsthilfe geben.

 

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Direkter Kontakt: Ludwig J. Wimmer über ljw@skandinvest.de


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