Target-Forderungen 08.12.16

 

Donnerstag, 08. Dezember 2016

Wer weiss schon, was „Target-Forderungen“ sind? Und wen kümmerts? Weit gefehlt! Es sollte uns kümmern.
Zwar kaum bekannt, aber umso wichtiger für Deutschland und seine Bürger.
Überweisungskredite der Bundesbank ins europäische Ausland werden – doppelte Buchführung – als sogenannte Target-Forderungen gegen das Euro-System gebucht. Allein im November stiegen diese Forderungen um knapp 50 Milliarden Euro, wie gestern bekannt wurde.
Im Handelsblatt rechnet Ex-IFO-Präsident Hans-Werner Sinn in einem Gastbeitrag vor, was das für uns bedeutet: „Die Target-Forderungen der Bundesbank umfassen mit einem Wert von 754 Milliarden fast die Hälfte des deutschen Nettoauslandsvermögens.“
Und was passiert, wenn nichts passiert? „Kommt es zum Knall im Eurosystem, lösen sich diese Forderungen in Luft auf.“
Es ist wie beim Bankkonto von Otto Normalverbraucher. Wird ein Guthaben von 754 Euro geklaut, ist man um exakt diesen Betrag schlagartig ärmer. Liegt ein Online-Betrug vor, wird man in der Regel von der Bank entschädigt. Im Falle der Target-Forderungen wird wohl der Steuerzahler – also wir alle – für diese Ausfälle einspringen müssen. Nur ist der „geklaute“ Betrag dann milliardenfach höher. Konsequenz: Steuererhöhungen.

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