Mehrheit sieht Deutschland auf dem falschen Weg

„Worum sorgt sich die Welt“, fragt Ipsos monatlich rund 20.000 Menschen in 29 Ländern. Laut der aktuellsten Ausgabe, die den Dezember 2022 behandelt, sind Inflation, Armut und soziale Ungleichheit sowie Kriminalität und Gewalt derzeit die größten Probleme der Menschen.

Generell ist die Mehrheit der Befragten der Ansicht, dass sich ihr Land in die falsche Richtung entwickelt. Das gilt auch für Deutschland, wie der Blick auf die Statista-Grafik zeigt. Ähnlich hoch liegt der Anteil in Brasilien, dass gerade von antidemokratischen Protesten erschüttert wird. Aber nirgendwo ist das Gefühl, auf dem falschen Weg zu sein, so ausgeprägt wie in Peru.

Es ist übrigens nicht so, dass die Menschen gerade besonders pessimistisch sind. Der Blick zurück zeigt, dass in den letzten zehn Jahren immer eine Mehrheit der Befragten mit der Entwicklung ihres Landes nicht einverstanden waren. Ausnahmen von dieser Regel gibt es nur wenige. In Saudi-Arabien ist das beispielsweise der Fall – 92 Prozent der dort Befragten, glauben, dass sich ihr Land in die richtige Richtung entwickelt.

809.000 Deutsche müssen nicht arbeiten

809.000 Menschen in Deutschland bestreiten laut Statistischem Bundesamt (destatis) ihren Lebensunterhalt überwiegend durch eigenes Vermögen (inklusive Vermietung, Zinsen, Altenteil) – das entspricht etwa einem Prozent der Gesamtbevölkerung. Damit ist die Zahl der sogenannten Privatiers gegenüber dem Jahr 2020 um fast 100.000 gestiegen. Noch vor zehn Jahren waren es destatis zufolge sogar nur etwas mehr als halb so viele (2010 = 415.000). Das Gros derjenigen, die Arbeit nicht nötig haben ist zwischen 45 und unter 65 Jahre alt, wie die Statista-Grafik zeigt. Jeweils etwa 30 Prozent sind jünger oder älter.

Jetzt wäre es Aufgabe einer freiheitlichen, demokratischen und marktwirtschaftlich orientierten Regierung, diese Zahl auf eine Million Deutsche zu erhöhen. Werden wir das noch erleben?

PortfolioTreff des Vereins

Beim gestrigen „PortfolioTreff“ unseres Vereins ging es in einer ersten Sitzung darum, die aktuell drohenden Gefahren für das eigene Portfolio, also den eigenen Wohlstand, darzustellen und zu beurteilen. Nachfolgende Sitzungen werden sich mit geeigneten Maßnahmen gegen eine drohende Enteignung des Vermögens, für das man ein Leben lang gearbeitet hat, beschäftigen.

Digitalisierung in Dänemark

Wie die Deutsch-Dänische Handelskammer mitteilt, sollen in Zukunft dänische Patienten ihren Arzt per Videokonferenz treffen, Kleinunternehmer erhalten eine neue App, die an die Mehrwertsteuer erinnert, und Roboter sollen das Krankenhauspersonal unterstützen – das ist das Ziel der dänischen Regierung, mit dem die neue Digitalisierungsstrategie letzte Woche vorgestellt wurde.

Bis 2026 sollen 61 Initiativen und Investitionen mit einem Budget von umgerechnet rund 270 Mio. Euro Dänemarks Position als Vorreiter der Digitalisierung stärken. Hier einige der wichtigsten Initiativen:
   • Neue digitale Plattformen und Apps: z.B.
     „MitUdbud“: ein nationales digitales – Ausschreibungssystem für KMUs;
     „MitVirk“, eine App für Unternehmen für Benachrichtigungen von – Behörden;
     „Klimakompass“, ein Tool zur Berechnung der Klimabilanz des Unternehmens.
   • Ausbau der Cyber- und Informationssicherheit:
     Höhere Sicherheitsstandards, – Mitarbeiterschulungen in Informationssicherheit,
     Beratungsangebote für KMUs.
   • Stärkung Dänemarks internationaler Position:
     Nutzung des Exportpotenzials dänischer digitaler Lösungen.

Dänische Unternehmen sollen durch die weitere Automatisierung von Verwaltungsverfahren jährlich umgerechnet rund 400 Mio. Euro sparen. Die Pläne der Regierung werden allgemein begrüßt, die Wirtschaftsverbände Dansk Industri und Dansk Erhverv bemängeln jedoch, dass die Ausbildung von IT-Absolventen nicht ausreichend berücksichtigt wird.

Robotik in Dänemark

Der Erfolg der dänischen Robotikbranche hält an: Unternehmen der Branche erwarten für 2025 einen Umsatz in Höhe von DKK 37,5 Mrd. (ca. 5 Mrd. Euro) – eine Verdoppelung innerhalb von vier Jahren.
Derzeit wächst die gesamte Branche um 12%. Die Unternehmen rechnen zudem mit einem Anstieg der Mitarbeiterzahl von 10.700 auf 18.800 Arbeitnehmer.
Die Corona-Krise, der Mangel an Arbeitskraft und der Krieg in der Ukraine haben die Diskussion um Lieferketten und den Trend zu weniger Menschen in der Produktion verstärkt. Automatisierung und Robotik sind aber auch für Sektoren außerhalb der Branche relevant – zum Beispiel für die Landwirtschaft und das Gesundheitswesen.
Trotz allem steht die Branche vor Herausforderungen:
• Der weltweite Mangel an Halbleitern und Komponenten für die Produktion von Robotern ist eine Wachstumsbremse.
• Der Einmarsch Russlands in die Ukraine hat dieses Problem verschärft, da beide Länder wichtige Mineralien für die Chipherstellung produzieren.
Die Digitalisierung und der große Fokus auf die Branche sowohl von privaten Unternehmen als auch dem öffentlichen Sektor haben die starke Position Dänemarks gefördert. Zudem hat Dänemark ein erfolgreiches Robotik-Cluster aufgebaut.

Dänemark verabschiedet Power-to-X Strategie

Diese Karte gibt eine Übersicht über die PtX-Projekte in Dänemark (Quelle: State of Green)

Wie die dänische Handelskammer berichtet, hat die dänische Regierung mit Unterstützung zahlreicher Parteien am 15. März 2022 eine nationale Power-to-X (PtX) Strategie verabschiedet.
Kernaspekte der Strategie sind:

  • Ausschreibungsbudget für grünen Wasserstoff in Höhe von DKK 1,25 Mrd. (ca. 168 Mio. €) über 10 Jahre
  • Aufbau von nationalen Elektrolyseur-Kapazitäten in Höhe von 4 – 6 GW bis 2030
  • Energietarife können nun regional variieren und so die tatsächlichen Elektrizitätskosten widerspiegeln
  • Förderung der Integration zwischen PtX und dem dänischen Energiesystem
  • Ein gesetzlicher Rahmen soll den Ausbau von PtX-Technologien fördern und die Entwicklung einer nationalen und überregionalen Wasserstoff-Infrastruktur ermöglichen

 

Die PtX-Strategie kann man HIER erfahren (nur auf Dänisch)

Dänemark und Corona

BNP-Entwicklung in Deutschland und Dänemark, indexiert auf das 4. Quartal 2019

Die Deutsch-Dänische Handelskammer berichtet von einer Rangliste von Economist und Nordea.
Beide haben jeweils eine Rangliste der Länder vorgelegt, die am besten durch die Corona-Pandemie gekommen sind. Auf beiden Listen steht Dänemark auf Platz 1.
In beiden Rankings ist natürlich wichtig, wie sich die Wirtschaftsleistung entwickelt hat.

Was haben die Dänen gut gemacht? Was erklärt den Unterschied zu Deutschland?
Einerseits hat Dänemark eine gute Ausgangsposition gehabt, andererseits hat es die Krise kompetent gemanagt.

A. Gute Ausgangsposition

  1. Solide öffentliche Finanzen: Dänemark gehört zu den wenigen Staaten, die netto keine Schulden, sondern sogar Vermögen haben. 2020 betrug das Netto-Vermögen 11 Prozent der Wirtschaftsleistung. Damit war erheblicher Spielraum zum Gegensteuern in der Krise da.
  2. Digitalisierung: Wer improvisieren muss, sollte gut vorbereitet sein. Die Dänen konnten ein gewaltiges Testprogramm auch deswegen gut aus der Hüfte schießen, weil sie seit über 20 Jahren Digitalisierung strategisch angehen.
  3. Vertrauen: Dänemark ist eine high-trust-society. Dass die Bürger Vertrauen zum Staat haben, zahlt sich in hoher Regeltreue und hoher Impfquote aus.
  4. Konjunkturresistente Exportwirtschaft: In Dänemarks Exportbilanz sind Pharma und Umwelttechnik ganz groß. Die Bereiche sind nicht konjunktursensibel und leiden auch nicht unter Störungen in den Lieferketten.

B. Gutes Management der Krise

  1. Schnelle Reaktion: Mindestens in der ersten Corona-Welle hat Dänemark sehr schnell reagiert und auch dadurch im Jahr 2020 wieder früher die Gesellschaft öffnen können. Dass Dänemark zentral organisiert ist, bringt an der Stelle sicher Vorteile gegenüber Deutschland.
  2. Testen, Testen, Testen: Das war die Empfehlung der WHO zu Beginn der Krise. Dänemark hat die Empfehlung lange als einziges Land befolgt. Das war teuer und hat im Jahr 2021 etwa 0,5 Prozent des BIP gekostet. 

Das Thema „Testen“ wurde in letzter Zeit öffentlich diskutiert. Auch in deutschen Medien tauchte die Theorie auf, dass Dänemark womöglich zu viel getestet hat. Die Grafik lässt diese Theorie als zweifelhaft erscheinen.

Eine Kombination aus schneller Reaktion, einem hohen Vertrauen der Bürger in die Regierung und guter (finanzieller) Voraussetzungen haben Dänemark zum Weltmeister bei der Bewältigung der Corona-Krise gemacht.
Zwar hat auch die Wirtschaftsleistung in Deutschland mittlerweile das Vorkrisenniveau überschritten. Trotzdem sind die Unterschiede in der Krisenresilienz der beiden Länder nicht zu übersehen.

BlueGold Invest Wasser EUR in 2021

Mein Themen-Wikifolio BlueGold Invest Wasser EUR (ISIN: DE000LS9LZK8) hat sich im vergangenen Jahr weiterhin erfolgreich entwickelt. Es ist davon auszugehen, dass sich diese Entwicklung fortsetzen wird.

Kurzbeschreibung:
Zukunft passiert schon heute: Investitionen in das „Blaue Gold“ Wasser werden sich aus meiner Sicht voraussichtlich langfristig auszahlen. Denn Wasser ist ein Grundrecht und immer mehr Menschen verlangen Zugang zu sauberem Wasser. Unternehmen, die sich mit Wasseraufbereitung, -versorgung, -technik usw. beschäftigen, könnten so aller Voraussicht nach die Gewinner der weltweiten Infrastruktur-Investitionen sein.
Um das direkte Währungsrisiko auszuschließen, ist beabsichtigt, nur in Unternehmen im Euro-Raum (vorzugsweise in Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien und Finnland) zu investieren. Wichtig soll es dabei sein, dass das Unternehmen zumindest zu einem nennenswerten Teil mit dem Thema „Wasser“ befasst ist.

Jahreshauptversammlung 2020

An der Jahreshauptversammlung 2020 nahmen am 28. August 2021 mehr als die Hälfte der Mitglieder des Vereins für Finanzbildung und Geldanlage 2020 e.V. teil. Damit war die Versammlung beschlussfähig.
Von den zu beschließenden Tagesordnungspunkten (TOP) wurde ein TOP auf die nächste Jahreshauptversammlung verschoben, alle anderen TOP wurden in der Umsetzung mit „JA“ beschlossen. Damit wurde der Vorstand offiziell damit beauftragt, die Umsetzung in Angriff zu nehmen.

Nach der Covid-19-Pandemie

 

Die Zeit während der Covid-19-Pandemie – immerhin fast eineinhalb Jahre – habe ich genutzt, um mich weiterzubilden. Nach unzähligen neuen Büchern, die ich gemütlich und ungestört lesen konnte, kann ich ruhigen Gewissens die besten davon hier empfehlen, zusätzlich zu denen, die ich bereits vorher gelesen hatte.

Heraus kam eine Fachbuch-Liste, die aktuell alles abdeckt, was man als Investor wissen muss. Natürlich ist das bei weitem nicht genug, deshalb kommen von Zeit zu Zeit auch weitere lesenswerte Bücher dazu.

Jetzt konzentriere ich mich wieder auf meine – hoffentlich bald wieder mögliche – Vereinsarbeit und meine Hilfe zur Selbsthilfe in Finanzbildung und Geldanlage. Zudem biete ich natürlich auch weiterhin meine Dienste als einer der wenigen Kryptoberater an.

1. Offener Finanz-Stammtisch des neuen Vereins

Nach vielen Kennenlern-Treffen während der letzten beiden Monate seit der offiziellen Eintragung des Vereins in das Vereinsregister, fand der 1. Offene Finanz-Stammtisch des Vereins statt.

Diese Stammtische sind öffentlich und jeder Finanz-Interessierte ist hier willkommen. Mit der ersten offiziellen Veranstaltung des Vereins beginnen wir damit, die Vereinszwecke „Finanzbildung“ und „Geldanlage“ umzusetzen. In der Folge werde ich Vorträge zu unterschiedlichen Themen präsentieren und versuchen, externe Referenten zu gewinnen und mit den Vereinsmitgliedern professionelle Veranstaltungen und Institutionen zu besuchen.